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Ein Staat muss Terror nicht beweisen, um ihn zu erkennen. Er muss ihn benennen, wenn seine Merkmale offen zutage liegen: gezielte Sabotage kritischer Infrastruktur, politische Motivation, Angst als Mittel. Doch genau an diesem Punkt beginnt das Schweigen.

In Berlin fällt der Strom aus. Nicht minutenlang, sondern tagelang. Zehntausende sind betroffen. Ein Bekennerschreiben kursiert, Ermittler sprechen von politischem Hintergrund, die Bundesanwaltschaft übernimmt. Und dennoch wird ein Wort konsequent vermieden. Nicht aus Unwissen – aus Vorsicht. Aus politischer Vorsicht.

„Nicht bestätigt“ wird zur Schutzformel. Sie schützt nicht die Bürger, sondern das Narrativ. Denn wer Terror benennt, muss handeln. Wer handelt, gesteht Verwundbarkeit ein. Und Verwundbarkeit passt schlecht in ein System, das sich moralisch im Recht wähnt.

So entsteht eine neue Normalität: Gewalt, die das herrschende Selbstbild stützt, wird relativiert. Gewalt, die es infrage stellt, wird absolut gesetzt. Das ist keine Verschwörung. Es ist ein Anreizsystem. Und es funktioniert – solange niemand darauf zeigt.

Fast täglich warnen sogenannte Militärexperten vor einem russischen Angriff auf Europa. Doch hinter den Schreckensszenarien steckt weniger Analyse als vielmehr Kalkül. Angst wird gezielt als politisches Werkzeug eingesetzt – um eine Gesellschaft zu destabilisieren, sie für Aufrüstung gefügig zu machen und den Boden für totale Kontrolle zu bereiten.

Parteien sind längst keine reinen Mittler der Demokratie mehr. Sie haben sich als Lobbyorganisationen mit Unternehmenscharakter etabliert, sichern Milliarden aus öffentlichen Budgets und blockieren alternative Beteiligungsformen. Was als Volksvertretung begann, ist heute ein Patronagesystem, das Demokratie nur noch simuliert.

Frieden beendet Konflikte. Waffenstillstand konserviert sie. Während Trump in den USA Frieden als Waffe gegen das Establishment nutzt, setzen die europäischen Eliten auf den provisorischen Stillstand, um ihre Macht durch Bedrohung zu sichern. Ein Essay über Krieg als Herrschaftsinstrument und das Paradox, dass echter Frieden für manche die größte Gefahr darstellt.

Von der Vision einer Weltverbindung über die Beringstraße und dem britischen Widerstand Die Landkarte der Welt ist voller Linien, Grenzen…

Wie Europa sich selbst ausbootet Die Weltordnung verändert sich – und diesmal nicht durch den Zusammenbruch, sondern durch den Umbau.…